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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2016 - Hoher Stellenwert für Prävention

BZB Januar/Februar 16 Politik 12 BLZK Mit einem Bündnis für Prävention und dem Ge- meinsamen Landesgremium nach § 90a SGB hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zwei zukunftsweisende Initiativen für die Gesundheitsversorgung im Freistaat auf den Weg gebracht. Bayerns Zahnärzte beteiligen sich an beiden Projekten. Der 25. November 2015 war ein besonderer Tag für Bayern: 83 Akteure aus allen Bereichen des Gesundheitswesens kamen auf Einladung von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml zur feierlichen Unterzeichnung für das Bündnis Prä- vention in den Kaisersaal der Münchner Residenz. Im Anschluss gab es einen Staatsempfang. Ziel des in Deutschland einmaligen Bündnisses, dem aus dem zahnärztlichen Bereich die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK), die Kassenzahn- ärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB), die Bayeri- sche Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (LAGZ) und der Verein zur Förderung der wissen- schaftlichen Zahnheilkunde in Bayern (VFwZ) an- gehören, ist es laut Huml, „die Menschen in ihrer Entscheidung für eine gesundheitsförderliche Le- bensweise – in allen Regionen, in allen Lebenspha- sen und in allen Lebenslagen – zu unterstützen“. Die CSU-Politikerin weiter: „Es sollen gesunde Le- benswelten gestaltet werden, die solche Entschei- dungen leicht machen.“ Humls Ziele sind eine bestmögliche Gesundheit für jeden Einzelnen, die Festlegung der Prävention als gesamtgesellschaft- liche Aufgabe und der nachhaltige Ausbau eines Netzwerks für Gesundheitsförderung und Präven- tion im Freistaat. Besonderes Augenmerk will sie dabei auf die Gesundheitsförderung von Jugendli- chen legen, die vielfach unter schwierigen sozialen Bedingungen aufwachsen. 2016 stellt die Gesetzli- che Krankenversicherung etwa 500 Millionen Euro für das Bündnis bereit. Präventionsplan als Grundlage Die inhaltliche Grundlage bildet der Bayerische Präventionsplan, der im Mai vergangenen Jahres im Ministerrat beschlossen und der Öffentlichkeit in einer Regierungserklärung von Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml vorgestellt worden war. Darin werden vier Handlungsfelder festgelegt: gesundes Aufwachsen in der Familie, Gesundheits- kompetenz in der Arbeitswelt, gesundes Altern und – als Querschnittsthema – gesundheitliche Chancen- gleichheit. Zu drei der vier Handlungsfelder wird sich die BLZK aktiv einbringen. Dies hatte BLZK- Präsident Berger bereits bei der Vorstellung des Präventionsplans durch die Ministerin im Früh- jahr 2015 zugesagt und im Laufe des vergangenen Jahres durch verschiedene Projekte zum Thema „Gesunde Kinderzähne“ in die Tat umgesetzt. Huml unterstrich bei der Festveranstaltung, dass der Bayerische Präventionsplan gemeinsam mit dem Bündnis für Prävention auch im Hinblick auf die Bundespolitik von großer Bedeutung sei. Der Baye- rische Präventionsplan bilde die Grundlage für die Umsetzung des Präventionsgesetzes im Freistaat. Vernetztes Arbeiten ermöglichen Nach den Vorstellungen der Ministerin soll das Bündnis zu einer Bürgerbewegung werden. Des- halb wurde auch bewusst die kommunale Ebene mit Vereinen und Organisationen der Bürgergesell- schaft mit einbezogen. Der Zusammenschluss müsse jeden Tag durch vernetztes, ressortübergreifendes Hoher Stellenwert für Prävention Bayerns Zahnärzte beteiligen sich an zukunftsweisenden Initiativen Foto: BLZK Prof. Dr. Christoph Benz, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer und Referent Prophylaxe, Alterszahnmedizin und Patientenberatung der BLZK, nahm für die Berufsvertretung der bayerischen Zahnärzte an der Unterzeichnung für das Bündnis Prävention teil.

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