Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2016 - Journal

26 BZB Januar/Februar 16 Politik 11,4 Semester bis zur Einzelpraxis Der deutsche Durchschnitts-Zahnarzt ist 51,8 Jah- re alt, beschäftigt 4,5 Mitarbeiter und verbringt 47,1 Stunden pro Woche in der Praxis – davon 34,6 Stunden bei der Behandlung von Patienten. Diese und weitere Zahlen veröffentlicht die Bun- deszahnärztekammer in ihrem neuen Statisti- schen Jahrbuch. Nach Angaben der BZÄK sind in Deutschland aktuell 53 176 Zahnärzte in eigener Praxis niedergelassen – nach einer Studiendauer von durchschnittlich 11,4 Semestern (ohne Assis- tenzzeit) und mehrheitlich nach der Übernahme einer Einzelpraxis. Über viele Jahre war der Zahn- arztberuf eine Männerdomäne. Heute studieren deutlich mehr Frauen als Männer dieses Fach. Im Wintersemester 2014/2015 waren rund zwei Drittel der Studenten mit dem Ziel Staatsexamen weiblich (64,9 Prozent). Bei den Studenten, die eine Promo- tion anstrebten, betrug der Frauenanteil 65,3 Pro- zent. Der Numerus clausus lag im Wintersemester 2014/2015 zwischen 1,0 und 1,4. Im Jahr 2014 bil- deten bundesdeutsche Zahnmediziner insgesamt 30 129 Frauen und Männer zu Zahnmedizinischen Fachangestellten aus. Etwa 75 Prozent ihrer Pa- tienten suchten mindestens einmal jährlich zur Kontrolle eine Zahnarztpraxis auf, wobei die Pro- fessionelle Zahnreinigung zu den am häufigsten nachgefragten Prophylaxeleistungen zählte. Interessenten können das Statistische Jahrbuch 2014/2015 der BZÄK zum Preis von zehn Euro (plus Versandkosten) auf der Website bestellen: www.bzaek.de/wir-ueber-uns/ daten-und-zahlen.html tas/Quelle: BZÄK Wissensdefizite bei Hebammen Ein wissenschaftlicher Beitrag zum zahnmedizini- schen Wissensstand von Hebammen wurde 2015 beim „Oral-B Preis für Kinderzahnheilkunde und Prävention“ prämiert. Das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro sicherte sich die Arbeitsgruppe um Dr. Yvonne Wagner von der Poliklinik für Präven- tive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde am Universitätsklinikum Jena. Nach einem ersten Platz im Jahr 2011 freute sich Wagner auf der Jah- restagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- zahnheilkunde (DGKiZ) bereits zum zweiten Mal über diese Auszeichnung. Bei einer bundesweiten Journal Online-Befragung mit 947 Teilnehmerinnen stellte die Jenaer Arbeitsgruppe bei vielen Hebammen Defizite hinsichtlich zahnmedizinischer Empfeh- lungen fest. Lediglich zwei Drittel informierten die Mütter über frühkindliche Karies und weniger als die Hälfte empfahl den Zahnarztbesuch schon im ersten Lebensjahr. Die Forscher fanden allerdings heraus, dass 90 Prozent der antwortenden Hebam- men dazu bereit waren, sich zahnmedizinisches Wissen anzueignen. tas/Quelle: P&G Professional Oral Health Höhere Personalkosten Die Personalkosten in deutschen Zahnarztpraxen sind erneut gestiegen. Das geht aus dem Jahrbuch 2015 der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) hervor. 2013 lagen sie durchschnittlich bei 107.200 Euro und machten damit mehr als 36 Pro- zent der Gesamtausgaben aus. Gegenüber dem Vor- jahr entspricht dies einem Plus von 8,1 Prozent. Auch die Raummiete (plus 4,7 Prozent) und die Material- ausgaben für Praxis und Labor (plus 4,3 Prozent) stiegen an. Die Fremdlaborausgaben, die den zweit- größten Posten nach den Personalkosten darstellen, waren ebenfalls höher als 2012 (plus 2,6 Prozent). tas/Quelle: KZBV Erfolgreiche Altgold-Sammlung Von Grafenau bis Bad Füssing und von Pfarrkir- chen bis Wegscheid: Etwa 40 Zahnarztpraxen aus dem ostbayerischen Raum haben sich im vergan- genen Jahr an einer Altgold-Sammelaktion des Zahnärztlichen Förderkreises der Region Passau beteiligt. Der Erlös in Höhe von 80.323 Euro ging an die Kinderklinik Dritter Orden in Passau und soll in die derzeit laufenden Umbaumaßnahmen fließen. „Hochgerechnet haben zwischen 2 500 und 5 000 Patienten ihr Zahngold gespendet – das ist unfassbar“, freute sich der Vereinsvorsitzende Dr. Alexander Hartmann. Nach dem großen Erfolg steht für alle beteiligten Zahnärzte der Spenden- aktion fest: „Wir machen weiter!“ Hartmann: „Die Zahngold-Bauhelme werden wir natürlich weiter in den Praxen stehen lassen. Wenn Patienten ihr Zahngold spenden möchten, können sie es jeder- zeit bei uns hinterlassen.“ tas/Quelle: Wochenblatt BLZK Deutschland aktuell 53176 Zahnärzte in eigener 30129 Frauen und Männer zu Zahnmedizinischen fließen. „Hochgerechnet haben zwischen 2500 und 5000 Patienten ihr Zahngold gespendet – das

Seitenübersicht