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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2016 - Niederlassungsseminar mit Workshop-Charakter

Praxis BZB Januar/Februar 16 29 BLZK Tipps von Experten bekamen Existenzgründer beim gemeinsamen Niederlassungsseminar der Bayeri- schen Landeszahnärztekammer und der Kassen- zahnärztlichen Vereinigung Bayerns Anfang Dezem- ber 2015 in München. Mit 35 Teilnehmern hatte die Veranstaltung diesmal Workshop-Charakter. Dass die Anmeldezahlen überschaubar waren, hatte vor allem einen Grund: Kurz vor dem traditionellen Niederlassungsseminar der beiden zahnärztlichen Körperschaften organisierte die KZVB – offenbar aus wahlkampftaktischen Gründen – eine eigene Veranstaltung in der Landeshauptstadt. Der kleinere Rahmen hatte allerdings den Vorteil, dass über Fragen und Probleme direkt gesprochen und diskutiert werden konnte. Von dieser Möglich- keit machten die Teilnehmer regen Gebrauch. Nach- fragen gab es vor allem zu den Themenbereichen Praxisformen und -verträge, Businessplan, Finan- zierung, Steuerrecht und Personalmanagement. Einzelpraxis bleibt attraktiv Laut dem „InvestMonitor Zahnarztpraxis“, der jedes Jahr vom Institut der Deutschen Zahnärzte und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank herausgegeben wird, war die Übernahme einer Einzelpraxis im Jahr 2014 die häufigste Form der zahnärztlichen Existenzgründung. 60 Prozent der Zahnärzte entschieden sich für diesen Weg in die Selbstständigkeit. Das Finanzierungsvolu- men einer Einzelpraxisübernahme belief sich 2014 im Durchschnitt auf 323.000 Euro. Für die Neugründung mussten 422.000 Euro aufgewen- det werden. Angesichts dieser Summen sollte die Niederlas- sung eine wohlüberlegte wirtschaftliche Entschei- dung sein. Zahnärzte, die in ihrer Planung struktu- riert vorgehen und sich von kompetenter Seite be- raten lassen, starten erfahrungsgemäß leichter und erfolgreicher in die Selbstständigkeit. Dabei soll- ten zunächst folgende Fragen geklärt werden: · Welche Art der Selbstständigkeit und welche Praxis- form strebe ich an? · Möchte ich lieber auf Teilzeit- oder auf Vollzeitbasis arbeiten? · Wie sieht meine persönliche Lebens- und Familien- planung aus? · Will ich eine Praxis übernehmen oder neu gründen? · Welches Know-how im Bereich Praxisführung habe ich beziehungsweise wo kann ich es erwerben? · Welche kompetenten Berater (BLZK, Zahnärztliche Bezirksverbände, eazf, Bayerische Ärzte- und Zahn- ärzteberatung) stehen mir zur Verfügung? · Wo möchte ich mich niederlassen? · Was ist mein Leistungsspektrum und meine Ziel- gruppe? · WiesolltemeinezukünftigePraxisausgestattetsein? · Habe ich eine Investitions- und Kostenanalyse? · Wie sieht mein Zeitplan aus? Fazit: Die teilnehmenden Kollegen streben in der Mehrzahl eine eigene Praxis an. Für sie bleibt die Niederlassung in eigener Praxis vor allem in wirt- schaftlicher Hinsicht attraktiv. Gleichzeitig ist die Existenzgründung mit einem hohen Maß an Selbst- bestimmung verbunden. Dr.Rüdiger Schott Vizepräsident der BLZK Qualität statt Quantität Niederlassungsseminar mit Workshop-Charakter Services von BLZK und eazf Im Rahmen der Praxisbegleitenden Bera- tung unterstützt die BLZK unter anderem Assistenzzahnärzte und neu niedergelas- sene Zahnärzte in Bayern. Ausführliche Informationen gibt es auf der Website: www.blzk.de/blzk/site.nsf/id/ pa_praxisbegleitende_beratung.html Für Existenzgründer, aber auch für ältere Praxisinhaber, die einen Nachfolger su- chen, ist die Online-Praxisbörse der BLZK konzipiert: http://praxisboerse.blzk.de Interessante Kurse und Seminare für Praxisgründer und Assistenzzahnärzte in Bayern organisiert die eazf im Rah- men des Curriculums Betriebswirtschaft. Nähere Informationen: www.eazf.de Praxis BZB Januar/Februar 1629

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