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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2016

das Risiko für Kariesläsionen, Erkrankungen des Zahnhalteapparates und Kiefergelenksbeschwer- den bei chronischem Crystal-Meth-Konsum massiv ansteigen. Des Weiteren werden noch direkte toxi- sche Effekte von Crystal Meth auf die Zahnhart- substanz vermutet, welche sich allerdings klinisch nicht belegen lassen und histochemische Labor- analysen nötig machen. Diese lassen sich jedoch nur schwer umsetzen. BZB: Drogenabhängige Menschen haben viele gesund- heitliche Probleme. Welchen Stellenwert nimmt dabei die Mundgesundheit ein? Rommel: Langfristiger Drogenkonsum birgt im- mer große gesundheitliche Gefahren mit vielfäl- tigen physischen und psychischen Auswirkungen. So ist es auch bei Crystal Meth. Strukturelle Hirn- schädigungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Pa- ranoia, Depression und Persönlichkeitsverände- rungen sind nur einige von vielen Langzeitfol- gen. Doch auch die Auswirkungen auf die Zahn-, Mund- und Kieferregion sind nicht unwesentlich. Viele Crystal-Meth-Konsumenten leiden unter star- kem Gewichtsverlust und anorektischem Verhal- ten, was durch die „Meth Mouth“-Symptomatik zusätzlich getriggert wird und somit eine erhebli- che gesundheitliche Gefährdung darstellt. Perma- nente entzündliche Prozesse können in der Mund- höhle weitere schwerwiegende und generalisierte Entzündungen hervorrufen. Viele Crystal-Meth- Konsumenten schämen sich für ihren oftmals de- saströsen Zahnstatus, was wiederum ihre Resozia- lisierung noch weiter erschwert. Das haben uns viele Probanden berichtet. BZB: Kann man an den Zähnen erkennen, ob ein Pa- tient Crystal Meth konsumiert? Rommel: In den Fallbeispielen aus den USA wird bei Crystal-Meth-Konsumenten ein „grassieren- der“ Kariesbefall mit typischer Lokalisation an den Labial- und Approximalflächen beschrieben. Diese Aussagen können wir anhand unserer klinischen Untersuchungen nur bedingt bestätigen. Zwar konn- ten auch wir dieses Muster des Kariesbefalls in Einzel- fällen beobachten, jedoch zeigte sich bei unseren Probanden insgesamt ein eher vielfältiger Karies- befall ohne spezifisches Muster. Man sollte bei der Untersuchung eher auf den gesamten klinischen Eindruck des Patienten achten: Insbesondere bei jungen, unruhigen und anorektischen Patienten, die über Mundtrockenheit, starkes Zähneknirschen Fortsetzung nächste Seite Veranstalter: LV Bayern im DGI e.V. (Dr. Friedemann Petschelt, Vorsitzender) Referenten: · Dr. Stefan Neumeyer · Prof. Dr. Katja Nelson · Dr. Christian Hammächer · Priv.-Doz. Dr. Jamal M. Stein, MSc. · Prof. Dr. Takahiro Ogawa · PD Dr. Sven Otto · Prof. Paulo Malo Veranstaltungsort: Dolce Munich Unterschleißheim, Conference Center & Hotel Andreas-Danzer-Weg 1, 85716 Unterschleißheim Verbindliche Anmeldung Frühjahrssymposium LV Bayern im DGI e.V.: Online: www.dginet.de/event/FS-Muenchen Fax: +49 (89) 55 05 209-2 Bayerischer Implantologietag Frühjahrssymposium 2016 22. – 23.04.2016 Hotel Dolce / München Unterschleißheim 8 Fortbildungspunkte In Kooperation mit: DGZMK DGMKG BDIZ DGZI BDO DGOI LVMK ProLab ZMFI Curriculum 2016/2017 Zahnmedizinische Fachassistenz für Implantologie und Implantatprothetik Infos & Anmeldung unter: www.dginet.de/zmfi Veranstaltungs- TIPP! Fax: +49 (89) 5505209-2

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