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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2016

und an der Selbstverwaltung der Kammern und der jeweiligen Berufsgesetze. Die Grünen ent- hielten sich bei beiden Anträ- gen. Der Präsident desVerban- des Freier Berufe in Bayern, Dr. Fritz Kempter, begrüßte die- se ausdrückliche Unterstützung undWertschätzung der Freien Berufe sehr. Vergaberechtsreform: Korrekturen angemahnt Im Rahmen der aktuellen Reform desVergaberechts sind bis April 2016 mehrere EU-Richt- linien umzusetzen. Die bishe- rigen Regelungen derVergabe- verordnung für freiberufliche Leistungen werden in derVer- gabeordnung aufgehen. Die geplanten Rechtsänderungen beeinflussen dieVergabe von freiberuflichen Architekten- und Ingenieurleistungen und werden ohne Korrekturen in die Existenzgrundlagen von kleine- ren und mittleren Büros eingrei- fen. DieVertreterversammlung der Bayerischen Architekten- kammer verabschiedete daher Ende November eine Resolu- tion, mit der sie sich gegenüber Politik und Öffentlichkeit für erheblicheVerbesserungen des aktuell vorliegenden Refe- rentenentwurfs zur Neufassung derVergabeordnung einsetzt (www.byak.de/start/aktuel- les/neue-vergabeverordnung). Architekten- und Ingenieurkam- mern sowieVerbände haben zudem im vergangenen Dezem- ber eine gemeinsame Stellung- nahme zum Korrekturbedarf veröffentlicht. Auch mit den Spitzenverbänden der Kommu- nen besteht Einigkeit, dass sich – anders als im Entwurf – bei- spielsweise der maßgebliche Auftragswert nach dem einzel- nen zu vergebenden Planungs- auftrag richten muss, um auch kleineren und mittleren Büros eineTeilnahme amVerfahren um öffentliche Aufträge zu er- möglichen. Das gemeinsame Engagement zeigte bei derVer- bändeanhörung Anfang Januar 2016 erste Erfolge. Hoher Stellenwert für Prävention 83 Akteure aus allen Berei- chen des Gesundheitswesens kamen im November auf Einla- dung von Bayerns Gesundheits- ministerin Melanie Huml zur feierlichen Unterzeichnung für das Bündnis Prävention in den Kaisersaal der Münchner Re- sidenz. Ziel des in Deutschland einmaligen Bündnisses, dem unter anderem die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK), die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB), die Bayerische Landesarbeits- gemeinschaft Zahngesundheit (LAGZ) und derVerein zur För- derung der wissenschaftlichen Zahnheilkunde in Bayern (VFwZ) angehören, ist es laut Huml, »die Menschen in ihrer Entschei- dung für eine gesundheitsför- derliche Lebensweise – in allen Regionen, in allen Lebenspha- sen und in allen Lebenslagen – zu unterstützen«. Humls Ziele sind eine bestmögliche Gesund- heit für jeden Einzelnen, die Festlegung der Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufga- be und der nachhaltige Ausbau eines Netzwerks für Gesund- heitsförderung und Prävention im Freistaat. Besonderes Augen- merk will sie dabei auf die Gesundheitsförderung von Jugendlichen legen, die vielfach unter schwierigen sozialen Bedingungen aufwachsen. 2016 stellt die gesetzliche Kranken- versicherung etwa 500 Millionen Euro für das Bündnis bereit. Die inhaltliche Grundlage bildet der Bayerische Präventionsplan mit vier Schwerpunkten: gesun- des Aufwachsen in der Familie, Gesundheitskompetenz in der Arbeitswelt, gesundes Altern und – als Querschnittsthema – gesundheitliche Chancengleich- heit. Nach denVorstellungen der Ministerin soll das Bündnis zu einer Bürgerbewegung werden. Deshalb wurde auch bewusst die kommunale Ebene mitVereinen und Organisatio- nen der Bürgergesellschaft mit einbezogen. Für die BLZK unter- zeichnete Prof. Dr. Christoph Benz dieVorsitzende Dr. Brigitte Herrmann und für denVFwZ der stellvertretendeVorsitzen- de Dr. Anton Euba. Besiegelt wurde das Bündnis durch eine »Gemeinsame Erklärung der Bayerischen Staatsregierung und der Partner für Gesund- heitsförderung und Prävention in Bayern«. Kurz gemeldet Termin DerTag der Freien Berufe desVerbandes Freier Berufe in Bayern findet am Donners- tag, den 30.Juni 2016 bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Max-Joseph-Straße 5 in 80333 München statt. Tipp Für das Ausbildungsjahr 2015/2016 verzeichnen die Frei- en Berufe imVergleich zu den weiterenWirtschaftsbereichen mit einem Plus von 3,6 Prozent den stärksten Zuwachs an neu abgeschlossenen Ausbildungs- verträgen. Das meldet der Bun- desverband der Freien Berufe. Freiberufler bieten demzufolge gleich nach den Angehörigen von Industrie- und Handel sowie des Handwerks – die drittgrößte Zahl an Lehrstellen an. Rund acht Prozent der Ausbildungs- plätze in Deutschland entfallen auf sie. Insgesamt beschäftigen die Freien Berufe in Deutschland derzeit weit mehr als 122.000 Auszubildende in allen drei Ausbildungsjahren zusammen. 93,7 Prozent der Azubis sind weiblich. ZumVergleich: Bei Industrie und Handel sind es 38,1 Prozent und beim Hand- werk 22 Prozent. Mit 9,8 Prozent weisen die Freien Berufe den höchsten Ausländeranteil unter allen Ausbildungsbereichen auf. 92,2 Prozent der Prüflinge schließen ihre Ausbildung erfolgreich ab. Impressum Ausgabe 1, 17. Jahrgang ISSN 1438-9320 Herausgeber: Verband Freier Berufe in Bayern e.V. Türkenstraße 55 80799 München Telefon 089 2723-424 Fax 089 2723-413 info@freieberufe-bayern.de www.freieberufe-bayern.de Gestaltungskonzept, Layout: engelhardt atelier für gestaltung, Mühldorf a.Inn Erscheinungsweise: vierteljährlich Von Gaffron bleibt BBK-Vorsitzender Der Berufsverband Bildender Künstler (BBK), Landesverband Bayern, hatVFB-Vizepräsident Klaus von Gaffron, erneut in den Vorstand gewählt. Neu dabei ist Dierk Berthel aus Unterfranken, der für Gertraud Küchle-Braun nachrückt, die nicht mehr für dasVorstandsamt kandidiert hatte.Wiedergewählt wurden auch Ludwig Bäuml (Niederbay- ern-Oberpfalz), Elizabeth Stein- hauser (Oberbayern-Nord), und Helmut M. Neuwerth (Nieder- bayern). Klaus von Gaffron ist seit 1992 ersterVorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler München und Oberbay- ern und seit 1994 imVorstand des BBK sowieVizepräsident desVerbandes Freier Berufe in Bayern. Landtag stärkt die Freien Berufe Der Bayerische Landtag hat zwei Anträge zur Stärkung der Freien Berufe beschlossen. Der Antrag von SPD und Freien Wählern »Bewährte Standards im Handwerk und den Freien Berufen schützen« erhielt auch die Zustimmung der CSU. Die Abgeordneten sprechen sich damit unter anderem für eine Beibehaltung des Selbstverwal- tungssystems und für das Kam- mersystem bei Freien Berufen und Handwerk aus. Insgesamt müssten Handwerk und Freie Berufe in ihrer über Jahrzehnte bewährten und äußerst erfolg- reichen Struktur gestärkt wer- den. Der CSU-Antrag »Zukunft der Freien Berufe sichern« bekam die Unterstützung von SPD und FreienWählern. Mit ihm wird die Staatsregierung aufgefordert, sich bei der Euro- päischen Kommission für den Erhalt des Fremdkapitalverbots einzusetzen. Festhalten will die CSU auch am bestehenden System der Kosten- und Hono- rarordnungen der Freien Berufe Telefon 0892723-424 Fax 0892723-413

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