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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2016

Radiologisch konnte ein schüsselförmiger Kno- chenabbau bis circa 50 Prozent der Implantat- länge festgestellt werden (Abb. 3). Das Implantat wurde vor etwa fünf Jahren inseriert. Des Weite- ren konnten mehrere insuffiziente Restauratio- nen festgestellt werden. Auch die Suprakonstruk- tion in regio 15 zeigte radiologisch eine Passunge- nauigkeit auf; diese war jedoch klinisch akzep- tabel. Der Patient befand sich in regelmäßigem parodontalen Recall und gab dumpfe Schmerzen in der Implantatregion sowie einen unangeneh- men Geschmack im Mund und Blutung bei der Mundhygiene an. Zur Verbesserung der marginalen Gewebsqualität wurde eine Vorbehandlung mit supra- und sub- gingivaler Dekontamination mittels Pulver-Was- serstrahl-Gerät durchgeführt. Eine Woche später erfolgte die chirurgische Therapie unter antibioti- schem Schutz mit Zugang zum Knochendefekt über einen Muko-Periost-Lappen (Abb. 4). Nach der Lappenelevation und der Degranula- tion des Defektes wurde die Implantatoberfläche zuerst mit einer sterilen Kochsalzlösung und mit einem wenig abrasiven Pulver-Wasser-Gemisch gereinigt (Abb. 5). Zur Stützung der marginalen Weichgewebe sowie zur Stabilisierung des Blut- koagulums wurde ein xenogenes Knochenersatz- material (BioOss, Geistlich Biomaterials) einge- füllt (Abb. 6). Der Nahtverschluss erfolgte mit ei- ner resorbierbaren Naht (Serafit, Serag-Wiesner) Wissenschaft und Fortbildung BZB Januar/Februar 16 57 Abb.1: Klinische Situation mit periimplantärer Entzündung Abb.2: Pusentleerung auf Sondierung Abb. 3: Einzelzahnfilm mit periimplantärem Knochenabbau am Implantat 15 Abb.4: Intraoperative Situation nach Degranulation Wissenschaft und Fortbildung BZB Januar/Februar 1657

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