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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2016

(Abb. 7 und 8). Die Wundheilung gestaltete sich komplikationslos. Nach sechs Wochen konnte eine ausgeheilte periimplantäre Mukosa festgestellt werden (Abb. 9). Das klinische Bild sechs Monate nach dem Eingriff zeigte eine entzündungsfreie marginale Mukosa (Abb.10). Die Sondierungstiefen waren auf circa 5 mm zurückgegangen (Abb.11). Ein Jahr nach der Therapie zeigt sich die Situation unauffällig. Die nach dem Eingriff eingesetzte postoperative Schrumpfung insbesondere im dis- talen papillären Bereich ist erhalten geblieben (Abb. 12). Das Röntgenbild zeigt die Auffüllung des Defektes, legt aber auch nahe, dass eine voll- ständige Konsolidierung des knöchernen Defektes noch aussteht (Abb.13). Diskussion Erhöhte Sondierungstiefen und Pusentleerung können klinische Befunde um Implantate sein. Ganz entscheidend für die richtige Therapiefin- dung ist in diesen Fällen die richtige Diagnose. Eine rein weichgewebige Entzündung (periimplan- täre Mukositis) ohne radiologischen Knochen- abbau ist durch nicht-chirurgische Verfahren und die zusätzliche Applikation von lokalen Antibio- tika, Laser oder Pulver-Wasserstrahl-Geräten er- folgreich behandelbar [11]. Bei einer manifesten Periimplantitis mit entzündungsbedingtem Kno- chenabbau werden dagegen isolierte nicht-chirur- gische Therapieformen eher nicht empfohlen [4]. Daher ist es von großer Wichtigkeit, durch den BZB Januar/Februar 16 Wissenschaft und Fortbildung 58 Abb. 5: Die Dekontamination der Implantatoberfläche erfolgt zuerst mit sterilem Kochsalz und in der Folge mit einem Pulver- Wasserstrahl-Gerät. Abb. 6: Nach der Dekontamination wird der infraalveoläre Anteil mit einem xenogenen Ersatz- material aufgefüllt. Abb.7: Der Nahtverschluss erfolgt mit resorbierbaren Nähten. Abb.8: Das postoperative Röntgenbild zeigt die Defektauffüllung.

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