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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2016

gar auf bis zu 100 Prozent ein. Das zeigt, dass es bis heute unklar ist, ob überhaupt eine Therapie – und wenn ja, welche – eine Periimplantitis vorhersag- bar behandeln kann [13]. Im vorliegenden Fall wurden eine Reinigung der Implantatoberfläche sowie eine Augmentation des Knochendefektes durchgeführt. Ob die gleichzei- tige Auffüllung des Defektes mit einem schwer re- sorbierbaren Material Vorteile bringt, wird in der Literatur kritisch diskutiert. So berichtet eine kürz- lich erschienene Übersichtsarbeit zur Verwendung von adjunktiven Methoden bei der nicht-chirurgi- schen oder chirurgischen Periimplantitistherapie, dass die zusätzliche Verwendung einer augmenta- tiven Therapie Vorteile hinsichtlich der Reduktion der Sondierungsblutung und -tiefe bringen kann [14]. Auch wird berichtet, dass langsam resorbier- bare Ersatzmaterialien autologem Knochen über- legen zu sein scheinen [14]. Daher wurde im vor- liegenden Fall ein bovines xenogenes Knochen- ersatzmaterial verwendet. Ebenfalls spielt die De- fektgeometrie eine entscheidende Rolle. Knöcherne Dehiszenzen reagieren deutlich schlechter auf aug- mentative Vorgehen als schüsselförmige Knochen- krater [1]. Aus diesem Grund wurde im vorliegen- den Fall nur der infraalveoläre Anteil mit einem Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Ob gleichzeitig eine Glättung des rauen Anteils der Implantatoberfläche (Implantoplastik) erfolgen sollte, ist bis heute unklar. Einige Untersuchungen zeigen einen positiven Effekt der Implantoplas- tik [15,16]. Andere Daten deuten jedoch darauf hin, dass klinische Erfolge auch ohne Implanto- plastik erzielt werden können [12,17]. Da im vor- liegenden Fall hauptsächlich eine infraalveoläre Defektcharakteristik vorlag, wurde nur eine De- kontamination der Implantatoberfläche mit ste- riler Kochsalzlösung und Pulver-Wasserstrahl- Gerät durchgeführt. Fazit In der wissenschaftlichen Diskussion besteht Kon- sens, dass ausgeprägte periimplantäre Defekte wie im vorliegenden Fall chirurgisch behandelt werden sollten. Es ist jedoch nicht klar, ob die zu- sätzliche Auffüllung des Defektes mit Biomateria- lien oder sogar eine Abdeckung mit einer Barriere- membran – wie hier nicht erfolgt – den Therapie- erfolg erhöhen. Korrespondenzadresse: Priv.-Doz.Dr. Stefan Fickl Abteilung für Parodontologie in der Poliklinik für Parodontologie und Zahnerhaltung Universitätsklinikum Würzburg Julius-Maximilians-Universität Würzburg Pleicherwall 2, 97070 Würzburg fickl_s@klinik.uni-wuerzburg.de Literatur beim Verfasser BZB Januar/Februar 16 Wissenschaft und Fortbildung 60 GOZ-Kompendium 2012 ISBN: 978-3-932599-31-6 Bestellnummer: 9031 Das GOZ-Kompendium 2012 liefert alle wichtigen Vergleiche zwischen GOZ 2012 und GOZ 1988, GOÄ, HOZ und BEMA. Ziel ist es, allen Praxen dabei zu helfen, schnell und einfach das betriebswirt- schaftlich notwendige Honorar für ihre Leistungen zu finden. Mit dem GOZ-Kom- pendium 2012 gelingt es auf einfache Art und Weise, die Abrechnung zu optimieren. Hilfreich sind besonders die Übersichten und Tabellen, die dem schnellen Ver- gleich von Honorar und Behandlungszeit dienen. Auf einen Blick wird deutlich, was wann und wie abgerechnet werden kann und wo eine Vereinbarung nach § 2 GOZ notwendig erscheint. Das GOZ-Kompendium 2012 sollte in keiner Zahnarztpraxis fehlen. Das Kompendium zur GOZ 2012 nur 99,- € inkl. MwSt. zzgl. Versand Umfassender Vergleich GOZ 2012 – GOZ 1988 – GOÄ – BEMA – HOZ SchnellCheck Wann sind welche Positionen abrechenbar? Überblick Welches Honorar für welche Leistung? Rechtliche Hinweise Die richtigen Argumente bei Abrechnungsproblemen Praxisnahe Handhabung Übersichtlich, verständlich, praktisch + Textbuch mit Abrechnungsbeispielen Ein MUSS für jede Zahnarztpraxis! Bestellen Sie einfach unter www.dental-bookshop.com per Fax an +49 8243 9692-22, per Tel. +49 8243 9692-0 oder per E-Mail an k.schlosser@teamwork-media.de Anzeige per Fax an +4982439692-22, per Tel. +4982439692-0 oder per E-Mail an k.schlosser@teamwork-media.de

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