Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017 - Mehr Transparenz und Sicherheit – Bundes-KZV schließt Vereinbarung mit KFO-Verband

Mehr Transparenz und Sicherheit Bundes-KZV schließt Vereinbarung mit KFO-Verband Mit einer neuen Vereinbarung zur kieferortho- pädischen Behandlung bei Kassenpatienten ha- ben die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden (BDK) mehr Transparenz be- züglich Leistungen und Kosten geschaffen. Die Vereinbarung unterstreicht den grundsätzli- chen Anspruch für gesetzlich Versicherte auf eine zuzahlungsfreie kieferorthopädische Behandlung. Entscheidet sich der Patient nach entsprechender Aufklärung im Rahmen seiner Wahlfreiheit für Leis- tungen, die über den Leistungskatalog der gesetzli- chen Krankenversicherung (GKV) hinausgehen, ge- währleisten transparente Regelungen die Planung, Kostenkalkulation und Abrechnung von Mehr- oder Zusatz- und außervertraglichen Leistungen. Sie stärken zugleich die Rechte von Patientinnen und Patienten, die auch diese Behandlungsmethoden vereinbaren können. Darüber hinaus schafft die Regelung auch Rechtssicherheit für Kieferorthopä- den und kieferorthopädisch tätige Zahnärzte. Gemeinsam erarbeitet und unterzeichnet wurde die neue Vereinbarung von der KZBV und dem BDK unter wissenschaftlicher Begleitung der Deut- schen Gesellschaft für Kieferorthopädie (DGKFO) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 410000 kie- ferorthopädische Behandlungen zulasten der GKV begonnen. Bei den Patienten handelt es sich um Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr mit Zahn- oder Kieferfehlstellungen eines bestimm- ten Schweregrades und um Erwachsene, die eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie benötigen. Diese Patientengruppen haben Anspruch auf eine zuzahlungsfreie Behandlung im Rahmen des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung, die dem aktuellen Stand wis- senschaftlicher Erkenntnisse entspricht und gute Behandlungsergebnisse ermöglicht. Die moderne Kieferorthopädie bietet Behandlungs- methoden und -geräte, die zum Beispiel weniger Tragedisziplin erfordern (sogenannte Non-Compli- ance-Geräte), die Zahnpflege erleichtern (z.B. minia- turisierte Brackets) oder eine geringere optische Be- einträchtigung mit sich bringen (z.B. zahnfarbene Brackets). Diese Angebote gehören jedoch nicht zum GKV-Leistungskatalog, sondern müssen entweder teilweise oder vollständig von den Patienten selbst bezahlt werden. Nehmen Patienten beispielsweise Mehrleistungen in Anspruch, werden die Kosten für die Regelversorgung über die jeweilige KZV gegen- über der gesetzlichen Krankenkasse abgerechnet, die Mehrkosten sind vom Versicherten oder dessen Sorge-/Vertretungsberechtigten selbst zu tragen. Die neue Vereinbarung gewährleistet die Aufklä- rung der Patienten hinsichtlich ihrer Ansprüche auf eine zuzahlungsfreie Behandlung ebenso wie über die ihnen zustehende Wahlfreiheit. Sie schafft darü- ber hinaus Transparenz über eventuell entstehende Zusatzkosten, die selbst getragen werden müssen. Zudem regelt die Vereinbarung die dafür notwen- dige Übereinkunft von Zahnarzt und Patient bei privatzahnärztlichen Leistungen sowie deren Ab- rechnung. Damit leistet die Zahnärzteschaft einen weiteren Beitrag zur verständlichen Patienteninfor- mation und gibt Patienten und Zahnärzten ein Instru- ment an die Hand, um eine individuelle kieferortho- pädische Behandlung gemeinsam zu gestalten. Die Vereinbarung nebst Formularen und weitere Infos zu dem Thema können unter www.kzbv.de/ pm-kfo-vereinbarung abgerufen werden. Redaktion Kieferorthopäden können ihren Patienten viele Extrawünsche erfüllen, die über den GKV-Leistungskatalog hinausgehen – auch eine FC Bayern-Zahnspange ist machbar. Für mehr Klarheit sorgt nun eine Vereinbarung zwischen der Bundes-KZV und dem BDK. Foto: KZVB | BZB Januar/Februar 17 | Politik 14 KZVB

Seitenübersicht