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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017 - Editorial

Mit einer Stimme Liebe Kolleginnen und Kollegen, zunächst gelten Ihnen unsere guten Wünsche für ein erfolgreiches neues Jahr. Am 2.Januar haben wir unsere Ämter als Vorstände der Kassenzahn- ärztlichen Vereinigung Bayerns angetreten. Künf- tig wird die bayerische Zahnärzteschaft mit einer Stimme sprechen. BLZK und KZVB rücken zusam- men. Angesichts großer Herausforderungen, de- nen sich die Zahnärzteschaft gegenübersieht, ist die Personalunion an der Spitze von KZVB und BLZK ein wichtiger Schritt, um die Interessen unse- res Berufsstandes noch effektiver in die Politik ein- zubringen. Dies gilt insbesondere für das Wahljahr 2017 im Bund, gilt ebenso für 2018, wenn der neue Bayerische Landtag gewählt wird. Auch intern besteht Handlungsbedarf. Mit einer Satzungsänderung in der KZVB wollen wir aus- schließen, dass sich erneut autokratische Struktu- ren an der Spitze dieser Organisation entwickeln. Im künftigen KZVB-Vorstand müssen Mehrheits- entscheidungen möglich sein. Auch die Entschei- dungen der Vertreterversammlung müssen auf eine breitere Grundlage gestellt werden. Wir haben in der letzten Vertreterversammlung bei der Beset- zung von Ausschüssen ein Zeichen gesetzt: Künftig sind alle in diesem Organ tätigen Gruppierungen auch in den wichtigen Arbeitsgremien der KZVB vertreten. Denn auch dies ist eine Lehre der ver- gangenen Jahre: Fehlende Transparenz birgt das Risiko des Amtsmissbrauchs. Insofern stehen wir in der kassenzahnärztlichen Selbstverwaltung vor einem Neubeginn. Dafür braucht es mehr Transparenz, mehr Mitsprache. Transparenz schafft Vertrauen. Wir brauchen aber auch mehr Kollegialität. Hier kommt allen Man- datsträgern in der Selbstverwaltung eine Vorbild- funktion zu. Gerade diejenigen, die 2016 das Anse- hen der KZVB durch ihre gruppeninternen Ausein- andersetzungen schwer beschädigt haben, sollten sich fragen, ob ihre vorab geäußerte Kritik am neuen Vorstand den Ansprüchen standhält, die sie an die eigene Arbeit angelegt haben. Sicher wird der Abschlussbericht des Bayerischen Staatsminis- teriums für Gesundheit und Pflege hinsichtlich einer Prüfung des Finanzgebarens in der „alten“ KZVB Aufschluss darüber geben, ob Vorgänge aus der Vergangenheit in der neuen Amtsperiode der Vertreterversammlung aufgearbeitet werden müs- sen. Dabei ist auch ein Kassensturz nötig. Die baye- rischen Vertragszahnärztinnen und Vertragszahn- ärzte haben Anspruch darauf zu erfahren, was mit ihren Verwaltungskostenbeiträgen geschieht. Es ist bemerkenswert, wenn die ehemalige Füh- rungsriege in der KZVB die notwendige Anhebung des Verwaltungskostenbeitrages ab 2017 kritisiert und dies auch noch mit Unterstellungen garniert, die jeglicher Grundlage entbehren. Allein für 2016 und 2017 belief sich die geplante Vermögensent- nahme in der KZVB auf über drei Millionen Euro. Angesichts nicht unerheblicher Risiken für die KZVB, insbesondere im Hinblick auf die von der alten Ver- treterversammlung im Sommer 2016 bereits be- schlossenen Mehrausgaben von drei Millionen Euro für das Wohnungsbauprojekt, ist diese Kritik am neuen Vorstand mehr als „verwegen“. Trotz allem sollten wir den Blick nach vorn richten. Wir wollen, um es mit einem Bild auszudrücken, die Selbstverwaltung „vom Kopf auf die Füße“ stel- len. Wir wollen uns einsetzen für eine angemessene Vergütung zahnärztlicher Leistungen, für Qualität und weniger Bürokratie, für die Stärkung der Ver- trauensbeziehung zwischen Zahnärzten und Pati- enten und für eine faire, vertrauensvolle Zusam- menarbeit mit den Krankenkassen. Daran lassen wir uns gerne messen! Ihre Christian Berger Vorsitzender des Vorstands der KZVB Präsident der BLZK Dr.Rüdiger Schott Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der KZVB Vizepräsident der BLZK Editorial | BZB Januar/Februar 17 | 3

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