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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017 - Verband Freier Berufe – Informationen

www.freieberufe-bayern.de 1/2017 Dieter Hanitzsch erhält Ehrenpreis des VFB Christian Berger leitet Zahnärztekammer und KZVB Editorial Auflösungserscheinungen in der EU, nationalistische Bestrebungen aller- orten,Tendenzen zu einem neuen Protektionismus, globale Flüchtlings- krise – die Herausforderungen in den kommenden Jahren sind gewaltig. Dabei hat sich gezeigt, dass die EU weit entfernt von einer politischen Wertegemeinschaft ist, sondern allen- falls von gegenseitigen wirtschaftli- chen und monetären Abhängigkeiten zusammengehalten wird.Für die Frei- en Berufe kommt in dieser ohnehin schon schwierigen Gemengelage hin- zu, dass unser hiesiges Verständnis von Freiberuflichkeit in Resteuropa alles andere als ausgeprägt ist. Sich in dieser Situation zu behaupten, ist jetzt für die Freiberufler noch ein Stück schwieriger geworden. Als Ihr neuer Präsident des Verbandes Freier Berufe in Bayern will ich mich weiter mit aller Kraft dafür einsetzen, dass unsere Werte der Freiberuflichkeit nicht unter die Räder dieser verwirrenden Ent- wicklung kommen. Denn die Freien Berufe sind ein Hort der Stabilität. Mehr noch: Sie sind krisenfest. Die Entwicklung der Selbstständigenzahlen in den Freien Berufen steigt unabhän- gig von konjunkturellen Dellen nahe- zu linear. Diese Konstanz kommt nicht von ungefähr, sie ist das Ergebnis bewährter Rahmenbedingungen wie Honorarordnungen, eines soliden Systems der Selbstverwaltung und klarer Regeln. Ich werde ganz im Sinne meines Vorgängers Dr. Fritz Kempter alles dafür tun, diese großen Errun- genschaften und Werte zu erhalten. Michael Schwarz Präsident des Verbandes Freier Berufe in Bayern Neuer Präsident beim Verband Freier Berufe in Bayern: Schwarz kommt für Kempter Ein Europa-Kenner an der Spitze Die Delegiertenversammlung des Verbandes Freier Berufe (VFB) hat den Zahnarzt Michael Schwarz aus Bernau/Chiemsee einstimmig zum Nachfolger von Dr. Fritz Kempter gewählt. Der scheidende Präsident, Rechtsanwalt Dr. Kempter, hatte den Verband acht Jahre lang geführt und 18 Jahre die Arbeit im Vorstand mitgeprägt. »Eine Ära geht zu Ende«, sagte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Einstimmig wählte die Delegiertenversammlung des Verbandes Freier Berufe in Bayern den Zahnarzt Michael Schwarz (links) als Nachfolger von Dr. Fritz Kempter an die Spitzes des Verbandes. Aigner bezeichnete den Verband in ihrer Laudatio »als DNA der Freien Berufe, der Vorbildfunktion besitzt«. Die Ministerin bekannte sich auch zur freiberuflichen Selbstverwaltung. Freiheit sei ein prägendes Merkmal der Freien Berufe, zu denen auch die Selbstverwaltungen der Berufsstände niedergelassener Ärzte, Zahnärzte, Ingenieure, Rechtsanwälte, Apotheker, Steuerberater, Architekten, Psychothe- rapeuten gehörten. In den vergangenen 15 Jahren habe sich die Zahl der Selbst- ständigen in den Freien Berufe fast verdoppelt, während insgesamt die Selbstständigen im gleichen Zeitraum nur um 8 Prozent gewachsen seien. Bei einer Gruppe von über einer halben Million Freiberufler tue die Politik gut daran, ihr keine weiteren Steine in den Weg zu legen. Damit meinte sie insbesondere die Bestrebungen der EU-Kommission, die Selbstverwaltun- gen zu deregulieren. Man müsse auch in Brüssel für die Freien Berufe eintre- Zitat »In Zeiten des zunehmenden Fach- kräftemangels, in denen Menschen nach einem ›sinnvollen Beruf‹ und ›sinnvollen Tätigkeiten‹ suchen, erhöht die Gemeinwohlorientierung Freier Berufe deren Attraktivität.« Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evange- lischen Kirche in Deutschland.

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