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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017

Ehrenpreis des Verbandes Freier Berufe für Dieter Hanitzsch Ein freiberufliches Multitalent Er ist Karikaturist, Journalist, Buchautor und sogar Brauingenieur: Dieter Hanitzsch hat im Münchner Seehaus den Ehrenpreis des Verbandes Freier Berufe in Bayern (VFB) erhalten. Der Verband ehrt mit diesem Preis herausragende Persönlichkeiten des Zeitgeschehens, die in ihrer Arbeit und ihrem Wirken die Werte der Freien Berufe verkörpern und sich in beson- derer Weise für das Gemeinwohl und die Gesellschaft einsetzen. Der ehema- lige Wirtschaftsjournalist beim Bayeri- schen Rundfunk hat sich im Jahr 1985 als Karikaturist selbstständig gemacht und erlangte mit seinen markanten Zeichnungen weit über die bayerischen Grenzen hinaus Bekanntheit. Seit Jahr- zehnten begleitet Hanitzsch die Bun- des- und vor allem die bayerische Lan- despolitik mit spitzer Zeichenfeder. Der bei der Preisverleihung noch amtie- rende VFB-Präsident Dr. Fritz Kempter bezeichnete den Preisträger im Beisein von Repräsentanten aus Politik, Wirt- schaft und der Freien Berufe in Bayern als »waschechten Freiberufler«, der sein Talent in vielen Bereichen gezeigt habe und insbesondere durch seine umwerfenden Porträtkarikaturen von Politikern weit über die bayerischen Grenzen hinaus öffentliche Anerken- nung gefunden habe. »Seine Karikatu- ren sind frech, spitz und treffsicher, da- bei aber nie verletzend«, so Dr. Kemp- ter, der den Gästen auch verriet, dass der berühmte Werbeslogan »Gut, bes- ser, Paulaner« Hanitzschs kreativem Kopf entsprungen ist. Kein Geringerer als der Kabarettist Max Uthoff, ein guter Freund Hanitzschs, hielt die Laudatio auf den Preisträger. Ein Karikaturist müsse sich immer auch an der Pointe in seiner Karikatur mes- sen lassen, charakterisierte Uthoff das »Berufsbild« des Karikaturisten. Er ließ keinen Zweifel daran, was er von Ha- nitzschs Talenten hält: Beim Betrachten seiner Karikaturen schösse ihm stets durch den Kopf: »Zefix, das würde ich auch gerne können«. Augenzwinkernd und mit Gruß an Gastgeber Markwort hob Uthoff die Bedeutung des Disku- tanten Hanitzsch beim BR-Sonntags- stammtisch hervor: Er würde in diesem Kreis immer als Stimme der Vernunft gelten. Der politische Kabarettist Uthoff skizzierte einige Stationen im Leben von Dieter Hanitzsch, natürlich nicht ohne satirische Beigabe, darunter die Verleihung des Bundesverdienstkreu- zes durch Bundespräsident Gauck und die 20-jährige Beschäftigung beim Bayerischen Rundfunk, die Hanitzsch »ohne Haltungsschäden« überstanden hätte. Der 83-jährige Preisträger zeigte sich gerührt, in einer Reihe mit dem »God- father der Nachkriegszeit«, dem Künst- ler und Architekten Ernst Maria Lang zu stehen, der den ersten Ehrenpreis des Verbandes Freier Berufe in Bayern im Jahr 2006 erhalten hatte. Dieter Hanitzsch bewies seine Zugehörigkeit zu den Freien Berufen mit einem Kari- katurenbüchlein, das alle Gäste erhiel- ten und in dem er »Einige Freiberufler« – die Politprominenz aus Bayern und der Welt – porträtiert hat. Bei aller Sati- re an diesem Abend mahnte er auch an, dass die Freien Berufe in den Parla- menten nach wie vor unterrepräsentiert seien und tolle Partner bräuchten. Dr. Fritz Kempter überreicht Dieter Hanitzsch (rechts) den Ehrenpreis des Verbandes Freier Berufe in Bayern.

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