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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017

Abb.11: Existierende Technologien im digitalen Workflow: Aktuell entstehen stetig neue digitale Schnittstellen, um die Einzeltechnologien gemeinsam in einem Workflow nutzen zu können. gigantischen Vorteile, aber auch die Limitationen einzelner Workflows und „digitale Sackgassen“ nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Ein Beispiel hierzu ist die Filterung von Oberflächen- daten aus dreidimensionalen Volumendaten an- hand der Dichteunterschiede der radiologisch er- fassten Gewebe (Abb. 12 und 13). Die generierten STL-Daten können dann wiederum in die CAD- Software importiert werden. Auch die digitale Planung implantologischer Ver- sorgungen auf Basis der Überlagerung von STL- und DICOM-Daten bietet enorme Vorteile – gleichzeitig müssen jedoch auch die Grenzen dieser Technolo- gie aufgezeigt werden, um nicht über das therapeu- tische Ziel hinauszuschießen oder es gar zu verfeh- len. Eine Grundvoraussetzung hierfür ist die exakte Datenüberlagerung von DICOM und Oberflächen- daten im STL-Format (Abb. 14a bis 15). Erst die exakte Überlagerung und Ausrichtung der radio- logischen Daten zu den Oberflächendaten der kli- nischen Situation ermöglichen die exakte Planung der Implantatposition (Abb. 16) und die entspre- chende Anfertigung einer Chirurgieschablone. Trotz der laufenden Weiterentwicklung bleibt auch das ausgeklügeltste digitale System nur ein Werk- zeug zur Umsetzung unserer therapeutischen Ziele, das immer noch von uns als Behandler kontrolliert und evaluiert werden muss. So ersetzt auch die ak- tuelle Technik nicht unser Wissen und Können als Anwender. Digitale Konstruktion und Fertigung – aktuelle Möglichkeiten und Limitationen Laborseitig stehen aktuell zwei Bereiche im Fokus, die ein großes Entwicklungspotenzial aufweisen. Das sind zum einen die digitale Totalprothese und zum anderen der 3-D-Druck in der dentalen An- wendung. Implant Planning 3-D-Face Scan Digital Axiography Digital Articulator Material Properties Abb.12 und 13: Anhand der Dichteunterschiede humaner Gewebe lassen sich aus vorliegenden dreidimensionalen Radiologiedaten (DICOM) dreidimensionale Oberflächendaten im STL-Format erzeugen. Dies ermöglicht, wie hier dargestellt, eine virtuelle Freilegung der Zahnoberflächen. Wissenschaft und Fortbildung | BZB Januar/Februar 17 | 53

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