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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017

Die „digitale Totalprothese“ Bereits vor zwei Jahren war auf der IDS in Köln die Anfertigung von Totalprothesen mittels digitaler Technologien ein Thema, welches von mehreren Herstellern vorgestellt wurde. Das Spektrum reichte dabei von der semidigitalen Fertigung, bei der die digitale Aufstellung mit einer analogen Fertigstel- lung kombiniert wird, bis hin zum volldigitalen Ansatz mit Fräsrohlingen, in welche die aufgestell- ten Konfektionszähne bereits integriert sind. Viel wichtiger als die technischen Details der Fertigung ist jedoch das komplette Behandlungskonzept, das hinter den einzelnen Systemen steht. Und spätes- tens hier wird klar, dass es derzeit wohl noch keine perfekte Lösung gibt. Wird semidigital gearbeitet, kann zwar eine Wachs- einprobe durchgeführt werden, jedoch wird diese Option mit den Nachteilen der analogen Ferti- gung erkauft: Die dann nach wie vor bestehende Polymerisationsschrumpfung führt – im Vergleich zu einem volldigitalen Ansatz – zu einer geringeren Passgenauigkeit, einem höheren Restmonomer- gehalt und nicht zuletzt schlechteren mechani- schen Eigenschaften. Arbeitet man dagegen gleich mit dem definitiven Prothesenrohling aus Hoch- leistungspolymer, so ist eine Einprobe nur mithilfe sogenannter „Try-in-Prothesen“ möglich, die zu- sätzliche Kosten verursachen und eine weitere Be- handlungssitzung erfordern. Eine mögliche Lösung könnte hier die „virtuelle Wachseinprobe“ sein, bei Abb.14a und b: Darstellung der Überlagerung eines STL-Datensatzes mit einem DICOM-Datensatz im Schnittbild Abb.15: Darstellung der Überlagerung eines STL-Datensatzes mit einem DICOM-Datensatz durch eine farbkodierte Oberfläche. Diese Dar- stellung erleichtert die Kontrolle der Ausrichtung durch den Anwender. Abb.16: 3-D-Planung der Implantatposition | BZB Januar/Februar 17 | Wissenschaft und Fortbildung 54

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