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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017

der mithilfe eines Gesichtsscans die CAD-Konstruk- tion der Prothese im Patientengesicht analysiert werden kann, ohne dass für den Patienten eine zusätzliche Behandlungssitzung erforderlich wird (Abb. 17 bis 20). Der 3-D-Druck in der dentalen Anwendung – Wo stehen wir heute? Im allgemeinen Sprachgebrauch findet man in jüngster Zeit den Begriff „3-D-Druck“ als Ober- begriff für alle additiven Verfahren, wobei die Be- zeichnung insbesondere für die mittlerweile auch im Privatbereich verfügbaren Extrusionsverfahren verwendet wird (Abb. 21 bis 28). Bei exakter Be- trachtung des Begriffs „3-D-Druck“ fällt auf, dass diese Bezeichnung tatsächlich nur einen kleinen Teil der additiven Verfahren (= Generative Verfah- ren = Rapid Prototyping = RP-Verfahren) abdeckt. Eine eindeutige Klassifizierung lässt sich nach der VDI-Richtlinie 3404 beziehungsweise der ISO/DIS 17296 machen. Dabei lassen sich die additiven Verfahren in zwei Gruppen unterteilen: Binderverfahren Bei den Binderverfahren wird zunächst eine kom- plette Schicht eines Materials (flüssig, pulvrig, fest) ausgelegt und entsprechend den Konturen des Ob- jekts in geeigneter Weise verfestigt. Zu diesen Ver- fahren zählen beispielsweise: · Stereolithografie (SLA) · Maskenbelichtungsverfahren (= Digital Light Pro- cessing = DLP) · Selektives Lasersintern (SLM, DMLS) · Indirekter 3-D-Druck (Pulverbettdrucker) · LOM-Verfahren (Laminated Object Manufacturing) Abscheidungsverfahren Bei den Abscheidungsprozessen wird über eine Düse oder einen Druckkopf Material kontinuierlich oder tropfenförmig abgegeben und als Punkt- oder Linien- muster Schicht für Schicht abgelegt. Zu diesen Pro- zessen gehören beispielsweise: · FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling) · Direkter 3-D-Druck (3DP) · 3-D-Extrusion von Pasten · Polyjet-Verfahren, bei dem Fotopolymere tropfen- förmig über einen Druckkopf abgesetzt werden Nicht jedes dieser Verfahren ist jedoch für eine den- tale Anwendung geeignet. Neueste Entwicklungen können verschiedene Ma- terialien mit unterschiedlichen mechanischen und Abb.17 bis 20: Der Workflow der virtuellen Wachseinprobe am Beispiel einer Avadent-Totalprothese: Abformung und Registrierung (Abb.17), CAD-Konstruktion (Abb.18), virtuelle Wachseinprobe (Abb.19) und CNC-gefertigte Totalprothesen (Abb.20) 17 18 19 20 Wissenschaft und Fortbildung | BZB Januar/Februar 17 | 55 1718 1920

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