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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017

optischen Eigenschaften gleichzeitig innerhalb eines Bauzyklus auftragen. Dieses Verfahren wird als „Multimaterial-3-D-Druck“ (3D-MMP) bezeich- net. 3D-MMP macht Prozesse, die bisher mehrere Fertigungsschritte benötigten, in einem Arbeits- gang möglich. Mehrere Hersteller von additiven Fertigungssystemen bieten diese Technologie mitt- lerweile an. Dabei werden FDM-Verfahren sowie direkte und indirekte 3-D-Drucker (Pulverbett- drucker) eingesetzt. Am MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Boston/USA wurde jüngst eine Entwicklung vor- gestellt, die als „4-D-Druck“ bezeichnet wird. Tat- sächlich wird dabei zu den drei Dimensionen des Raums die vierte Dimension „Zeit“ hinzugefügt. Das Ergebnis sind erstaunliche Möglichkeiten, die zukünftig auch den Medizinbereich erheblich be- einflussen könnten. Ausblick Bei aller Begeisterung für die digitalen Techno- logien und deren Möglichkeiten dürfen wir nicht vergessen, diese als Werkzeuge zu verstehen, die uns bei der Entwicklung und Umsetzung vorteil- hafter innovativer, vorhersagbarer und minimal- invasiver Behandlungskonzepte unterstützen. Der Mensch hinter der Maschine wie auch der Patient stehen immer noch im Mittelpunkt des Gesche- hens – denn der einzugliedernde Zahnersatz ist „analog“. Korrespondenzadresse: Prof.Dr.Daniel Edelhoff Poliklinik für zahnärztliche Prothetik Ludwig-Maximilians-Universität München Goethestraße 70, 80336 München daniel.edelhoff@med.uni-muenchen.de Literatur bei den Verfassern Abb.26 und 27: Additiv gefertigte Bohrschablonen für die navigierte Implantatinsertion Abb.28: Auf der Basis einer Zahnstrukturdatenbank und mittels Multimaterial-3-D-Druck gefertigter Zahn Wissenschaft und Fortbildung | BZB Januar/Februar 17 | 57

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