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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017 - Alles aus der Praxis – CAD/CAM chairside und Implantologie – von der Planung bis zur Restauration

Alles aus der Praxis CAD/CAM chairside und Implantologie – von der Planung bis zur Restauration Ein Beitrag von Priv.-Doz. Dr. Andreas Bindl, Zürich/Schweiz Mit CAD/CAM chairside ist es jetzt möglich, bei Implantatversorgungen den gesamten Arbeits- prozess von der virtuellen prothetischen Planung über die Herstellung einer inhouse gefertigten Bohrschablone bis zur finalen Implantatkrone in der Zahnarztpraxis durchzuführen. Das klinische Vorgehen und die Methode werden beispielhaft anhand eines Patientenfalls ausführlich beschrie- ben. Im Vergleich zum konventionellen Vorgehen über das Labor oder zu anderen derzeit auf dem Markt angebotenen Systemen bietet die gezeigte Lösung den Vorteil rationeller Abläufe ohne die externe Herstellung von Bohrschablonen bezie- hungsweise Implantatkronen im zahntechni- schen Labor oder in einem Fertigungszentrum. Mithilfe von DVT-Aufnahmen können Knochen- strukturen dreidimensional präzise dargestellt und dadurch Implantate virtuell sehr genau geplant werden. Bei dieser Implantatplanung kann auch eine virtuelle prothetische Planung mitberück- sichtigt werden. Zur Umsetzung der finalen Im- plantatplanung in situ während des chirurgischen Eingriffs bedarf es einer Bohrschablone. Die in der Bohrschablone integrierten Hülsen ermöglichen eine eindeutige Führung der Bohrer zur Knochen- aufbereitung des Implantatbetts. Normalerweise werden Bohrschablonen in einem zentralen Herstellungszentrum oder im zahntech- nischen Labor gefertigt. Dabei fallen aber entspre- chende Wartezeiten und Kosten an. Bei nur einem oder zwei Implantaten ist der Kostenaufwand oft unverhältnismäßig hoch. Viele Zahnärzte, die be- reits mit CAD/CAM chairside arbeiten, möchten die Bohrschablonen selbst in der eigenen Praxis ferti- gen, um Zeit und Kosten zu sparen. Mit der neuen, volldigitalen und inhouse gefertigten Bohrschab- lone ist es nun möglich, mit der Chairside-Schleif- einheit eine vollständig gefräste Bohrschablone in der Zahnarztpraxis herzustellen. Bereits seit einigen Jahren erlaubt CAD/CAM chairside, Implantate intraoral mit der Kamera zu erfassen. Aus unterschiedlichen Materialblöcken können individuelle Abutments, Kronen oder di- rekt verschraubte einteilige Abutmentkronen ge- fertigt werden. Anhand der folgenden Falldoku- mentation wird die Vorgehensweise beschrie- ben, wie mit CAD/CAM chairside eine Implantat- versorgung von der Planung über die Bohrscha- blone bis zur finalen Implantatkrone realisiert werden kann. Abb.1: Klinische Ausgangssituation: Zahn 46 fehlt und soll durch ein Implantat ersetzt werden. Abb.2: Auf dem intraoralen Scan berechnetes 3-D-Modell des Implantatsitus mit Nachbarzähnen. Der Präparationsrand zur Berech- nung der virtuellen prothetischen Planung ist eingezeichnet. Abb.3: Die berechnete virtuelle prothetische Planung zeigt die angestrebte Morphologie der späteren Implantatkrone. | BZB Januar/Februar 17 | Wissenschaft und Fortbildung 58

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