Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017 - Auf gutem Kurs ins neue Jahr – Vollversammlung der BLZK in München

Auf gutem Kurs ins neue Jahr Vollversammlung der BLZK in München Die beiden zahnärztlichen Körperschaften in Bayern rücken ab diesem Jahr enger zusammen. Christian Berger und Dr. Rüdiger Schott bilden seit 1. Januar den Vorstand der Kassenzahnärzt- lichen Vereinigung Bayerns und sind als gewählte Präsidenten der Bayerischen Landeszahnärzte- kammer noch bis zum Ende der Wahlperiode im Jahr 2018 im Amt. Bei der Vollversammlung der BLZK im Dezember 2016 zeigte sich deutlich, dass diese Entscheidung ein hohes Maß an Unterstüt- zung – quer durch alle Fraktionen – findet. Der Präsident der BLZK stellte die Kooperation der Körperschaften im Interesse der bayerischen Zahn- ärztinnen und Zahnärzte in den Mittelpunkt seines Berichts an die Delegierten. Zuvor hatte Christian Berger auf die vergangenen Monate zurückge- blickt. Mehrfach habe der Freie Verband Deutscher Zahnärzte, Landesverband Bayern (FVDZ Bayern), in der Vertreterversammlung der KZVB den Ver- such unternommen, die zerstrittene KZVB-Führung zur Kooperation zu bewegen. Einen Neuanfang habe die Geschäftsordnungsmehrheit von Zukunft Zahnärzte Bayern (ZZB) stets verhindert. Letztlich seien es die bayerischen Vertragszahn- ärzte gewesen, die mit den Wahlen zur Vertreter- versammlung im Sommer 2016 die Basis für einen grundlegenden Neuanfang geschaffen hätten, so Berger. Sein Appell an die Minderheitsfraktion von ZZB: „Lassen Sie uns in Zukunft zusammenarbei- ten, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind. Lassen Sie uns der Politik gegenüber als ge- einter Berufsstand auftreten.“ Gemeinsame Agenda der Standespolitik Gerade im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 und der bayerischen Landtagswahl 2018 gelte es, für die gemeinsamen Positionen der zahnärztlichen Standespolitik mit einer funktionierenden und ge- einten Standesvertretung zu kämpfen und mit ei- ner Stimme zu sprechen. Berger: „BLZK und KZVB werden die Anliegen der Zahnärzteschaft und ihrer Patienten gemeinsam aktiv in die politische Diskussion einbringen. In den bevorstehenden Wahljahren werden wir jede Gelegenheit dazu nutzen.“ In der neuen Konstellation der beiden Körperschaften sollen alle Möglichkeiten ausge- schöpft werden, um noch effektiver zum Wohle und im Interesse der bayerischen Zahnärzte zu ar- beiten. Das Ziel einer an Sachfragen orientierten Politik von BLZK und KZVB muss – auf Grundlage des gesetzlichen Auftrags beider Körperschaften – eine enge Kooperation im Sinne der bayerischen Zahnärzte sein. Diesem entsprechend beschloss das Parlament der bayerischen Zahnärzte mit großer Mehrheit die „Agenda der zahnärztlichen Standespolitik in Bayern“ (siehe Seite 85f.). Politisches Programm zur Bundestagswahl Die 70 Delegierten verabschiedeten einstimmig den Leitantrag des Vorstands, der die standespoli- tischen Positionen zur Bundestagswahl 2017 for- muliert. Eine zentrale Forderung ist der Erhalt der dualen Krankenversicherung und damit die Ge- währleistung von Wahlfreiheit und Wettbewerb. Die „ausschließlich ideologisch motivierte Bürger- versicherung“ lehnt die Berufsvertretung der baye- rischen Zahnärzte ab. Sie löse keines der Probleme, mit denen das deutsche Gesundheitssystem kon- frontiert wird. Die Vollversammlung fordert al- lerdings die privaten Krankenversicherungsunter- nehmen auf, „ihre Leistungen am medizinischen Fortschritt zu orientieren, um Innovationen in der Zahnmedizin zu ermöglichen“. Außerdem enthält der zehn Punkte umfassende Leitantrag auch die Positionierung der bayerischen Zahnärzteschaft zur Der Präsident der BLZK, Christian Berger, will im Wahljahr die Kräfte der Zahnärzteschaft bündeln. Foto: BLZK | BZB Januar/Februar 17 | Politik 6 BLZK

Seitenübersicht