Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017

Die Bohrschablone wurde im Folgenden in der Chairside-Schleifeinheit (Cerec MCXL, Dentsply Sirona) aus einem PMMA-Block der Dimension 8,5 x 4 x 2,2 cm gefräst (Cerec Guide Bloc maxi, Dentsply Sirona) (Abb. 12 und 13). Der Fräspro- zess dauerte circa 45 Minuten, die Bohrschablone konnte dann an den Trennstellen vom restlichen Blockmaterial entfernt werden. In der Abbildung 13 ist die in die Bohrschablone integrierte Bohrhülse zu erkennen. Geführte Knochenaufbereitung mithilfe der volldigitalen Bohrschablone Nach der Anästhesie wurde die desinfizierte Bohr- schablone in situ gebracht und die Passung über- prüft. Der gewählte Spacer sorgte für einen stram- men und sicheren Sitz der Bohrschablone auf der Zahnreihe im Patientenmund (Abb.14). Nach der Lappenbildung und Darstellung des Knochenbetts erfolgte die geführte Pilotbohrung für das Implan- tatbett durch den Löffeleinsatz mit dem originalen Implantatbohrer mit einem Durchmesser von 2mm (Biomet 3i) (Abb.15). Da es sich um ein wurzelför- miges Implantat handelte, erfolgte die weitere Auf- bereitung mit den originalen konischen Instrumen- ten zur Erweiterung freihändig ohne Bohrschablo- ne. Für den vorliegenden Patientenfall wurde ein Biomet 3i T3 Certain-Implantat mit einem Durch- messer von 5mm und einer Länge von 11,5mm pri- märstabil eingesetzt. Der Sitz des Implantats wurde mit einem Einzelbild kontrolliert und dokumentiert (Abb.16). Anschließend konnte ein Healing-Abut- ment mit einem Durchmesser von 5mm montiert, der Mukoperiostlappen mit zwei Einzelnähten da- ran fixiert und mit Fingerdruck für zwei Minuten adaptiert und stabilisiert werden. Abb.9: Nach dem Export aus der Röntgen- und Implantatplanungs- software wird die Implantatplanung mit der Hülsenposition in die CAD/CAM chairside-Software geladen. Das bereits zu Beginn berechnete 3-D-Modell erscheint wieder. Die blaue Linie zeigt die Ausdehnung der geplanten Bohrschablone. Abb.10: Die virtuelle Bohrhülse wird angezeigt und die Auflage- fläche um die Bohrhülse berechnet. Abb.13: Nach circa 45 Minuten ist die Bohrschablone vollständig aus dem Acryl-Block gefräst und wird an den Verbindungsstellen vom restlichen Blockmaterial getrennt. Abb.11: Die Bohrschablone wird automatisch durch die Software berechnet. Abb.12: Fräsvorschau: Die Bohrschablone wird automatisch in das Zentrum des virtuellen Blocks positioniert. Wissenschaft und Fortbildung | BZB Januar/Februar 17 | 61

Seitenübersicht