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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017

Intraoraler Implantatscan und provisorische Versorgung Das Healing-Abutment wurde vorsichtig wieder entfernt, ein Scanpost und -body (Dentsply Sirona) auf dem Implantat montiert (Abb.17 und 18) und der korrekte Sitz mittels eines Röntgenbilds kon- trolliert (Abb.19). Mit der Omnicam AC wurde der Scanbody mit Nachbarzähnen und umliegendem Weichgewebe gescannt. Zudem wurden der Anta- gonist aufgenommen und ein Bukkalscan für die okklusale Verschlüsselung durchgeführt. Nach der Berechnung des virtuellen 3-D-Modells (Abb. 20) erfolgte die Konstruktion einer vollana- tomischen, direktverschraubten einteiligen Abut- mentkrone (Abb. 21). Diese wurde so gestaltet, dass keine okklusalen Kontakte und nur schwa- che approximale Kontakte vorhanden waren. Das Formschleifen der provisorischen Abutmentkrone erfolgte aus einem Acrylat-Polymer-Block (Telio CAD LT A16, Ivoclar Vivadent) (Abb.22 und 23). Anschließend wurde die Schnittstelle der provi- sorischen Abutmentkrone mit einem Primer (SR Connect, Ivoclar Vivadent) vorbehandelt und mit- hilfe eines chemisch härtenden Befestigungskom- posits (Multilink Hybrid Abutment, Ivoclar Viva- dent) mit der entsprechenden Titanbasis (TiBase, Dentsply Sirona) verklebt. Danach folgte die Hoch- glanzpolitur der Kronenoberfläche. Scanpost und -body wurden vom Implantat entfernt, die provi- sorische Abutmentkrone wurde vorsichtig aufge- schraubt und mittels eines Röntgenbildes kontrol- liert. Das okklusale Schraubenloch wurde proviso- risch (Cavit, 3M Espe) verschlossen (Abb.24). Abschließend erfolgte nochmals eine klinische Kontrolle, denn es sollten nur schwache approxi- male Kontakte und keine okklusalen Kontakte in Statik und Dynamik vorhanden sein, um die Osseo- integration nicht negativ zu beeinflussen. Fünf Tage nach dem Eingriff wurden die beiden Fäden ent- fernt und der Patient bezüglich der Reinigung der provisorischen Krone instruiert. Definitive Implantatversorgung Für die Osseointegration des Implantats war eine Heilungszeit von sechs Wochen geplant. In die- ser Zeit wurde die definitive Abutmentkrone aus Abb.16: Einzelröntgenaufnahme zur Kon- trolle unmittelbar nach dem Setzen des Implantats. Es wurde ein Healing-Abut- ment montiert, um den Lappen mit zwei Nähten zu adaptieren und zu stabilisieren. Abb.14: In den Patientenmund eingesetzte Bohrschablone mit Friktion an der Bezahnung Abb.15: In die Bohrhülse eingesetzter Löffeleinsatz, der den Durchmesser auf die originale Dimension des Pilotbohrers reduziert. Dadurch ist dieser während der Aufbereitung sicher in Metall geführt. Abb.19: Röntgenkontrolle des montierten Scanposts Abb.17: Das Healing-Abutment wurde wieder entfernt, um den metallenen Scanpost und den Scanbody aus Kunststoff zu montieren. Abb.18: Bukkale Ansicht von Scanpost und -body | BZB Januar/Februar 17 | Wissenschaft und Fortbildung 62

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