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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017

Schraubenkanal mit einer Kompositfüllung (Tetric EvoCeram, Ivoclar Vivadent) adhäsiv verschlossen (Abb.28 und 29). Schlussfolgerung und Diskussion Anhand des vorliegenden Patientenfalls wurde das Verfahren beschrieben, mit CAD/CAM chair- side eine Implantatversorgung von der virtuellen prothetischen Planung über die volldigitale Bohr- schablone bis zur finalen Abutmentkrone herzu- stellen. Dieses Prozedere erlaubt dem Zahnarzt in der Praxis ein relativ schnelles, rationelles und kostengünstiges Vorgehen für einzelne Implantate. Im Vergleich zu anderen derzeit auf dem Markt angebotenen CAD/CAM-Systemen bietet der hier gezeigte Lösungsansatz den Vorteil rationeller Ab- läufe ohne die externe Herstellung der Bohrscha- blone im Labor oder in einem Fertigungszentrum. Auch die Implantatversorgung kann in der Praxis angefertigt werden. Bereits vor der eigentlichen Therapie kann der zu versorgende Fall über das bekannte „Backward Planning“ vorbereitet werden. DVT-Aufnahmen sind in der Planungsphase von Implantaten sehr hilfreich, da mit ihrer Hilfe das vorhandene Kno- chenangebot dreidimensional visualisiert werden kann. Für eine geführte Aufbereitung eines Implan- tatbetts mittels Bohrschablonen sind DVT-Aufnah- men unabdingbar. Trotzdem sollte hinsichtlich der Strahlenbelastung bei jeder Planung genau über- legt werden, ob die Indikation für eine DVT-Auf- nahme gegeben ist. Nach dem Import der prothe- tischen Planung und der prothetisch orientierten Implantatplanung kann der Therapieaufwand ge- nau kalkuliert und auch mit dem Patienten bespro- chen werden. Zu diesem Zeitpunkt kann visualisiert werden, ob beispielsweise ein Knochenaufbau not- wendig ist. Zudem kann der Kostenumfang für den Patienten besprochen werden. Auch die Konstruk- tionsart der prothetischen Implantatversorgung Abb.25: Während der Heilungszeit wurden die approximalen und okklusalen Kontakte in der Software angepasst. Abb.26: Als definitives Material wurde Lithium-Disilikat-Keramik (IPS e.max CAD LT A16, Ivoclar Vivadent) verwendet. Im vorkristal- lisierten Block (blaue Farbe) ist die Schnittstelle mit dem Verdreh- schutz zu erkennen. Abb.27: Röntgenkontrolle nach dem Einsetzen der Abutmentkrone | BZB Januar/Februar 17 | Wissenschaft und Fortbildung 64

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