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Bayerisches Zahnärzteblatt Januar 2017

Die BLZK unterstützt die Fortbildung der bayerischen Zahn- ärztinnen und Zahnärzte wie auch des zahnärztlichen Per- sonals durch ein fachgerechtes Angebot ihrer Fortbildungs- akademie eazf. Sie ist für die bayerischen Zahnärztinnen und Zahnärzte Berater in allen Fragestellungen und Entwicklun- gen, die die zahnärztliche Berufsausübung betreffen. Die KZVB unterstützt die vertragszahnärztliche Fortbildung. Sie berät ihre Mitglieder in Fragen des Vertragszahnarztrechts und des Sozialrechts und ist kompetenter Ansprechpartner für die Praxen in puncto vertragszahnärztliche Abrechnung. Die gewählten Vertreter von BLZK und KZVB tragen in be- sonderer Weise den sozialen Anliegen des Berufsstandes Rechnung. Sie übernehmen dabei auch gesellschaftliche Ver- antwortung und setzen sich vorbildlich für das Zusammen- wirken von KZVB und BLZK ein. Alle Angestellten und Mitarbeiter beider Körperschaften sind entsprechend dieser gemeinsamen Verantwortung zur kons- truktiven Zusammenarbeit aufgefordert und verpflichtet. Grundsätze der Zusammenarbeit Die Vollversammlung der Bayerischen Landeszahnärztekam- mer unterstützt die personelle und politische Neuausrich- tung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns. Das Ziel einer an Sachfragen orientierten Politik von BLZK und KZVB muss auf Grundlage des gesetzlichen Auftrages beider Körperschaften eine enge Kooperation im Sinne der bayeri- schen Zahnärztinnen und Zahnärzte sein. Die Entwicklung des Gesundheitssystems in Deutschland lässt erwarten, dass es zu weiterer Rationierung von Leis- tungen im System der gesetzlichen Krankenversicherung kommen wird; davon wird die zahnärztliche Versorgung nicht unberührt bleiben. Daher muss der Bereich der außer- vertraglichen Leistungen auch im Rahmen der vertragszahn- ärztlichen Versorgung gestärkt werden. In vielen Bereichen verfügen BLZK und KZVB bereits heute – auch dank kompetenter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – über eine hohe Beratungskompetenz, z.B. im Bereich der Patientenberatung. Die vorhandenen Kompetenzen sollen unter dem Dienstleistungs-Gesichtspunkt ausgebaut und ge- fördert werden. Dies gilt auch im Hinblick auf die Digitalisie- rung der Dienstleistungen. Mit der eazf GmbH (Europäische Akademie für zahnärztliche Fort- und Weiterbildung) verfügen die bayerischen Zahn- ärztinnen und Zahnärzte über ein hoch kompetentes und effizientes Dienstleistungszentrum in Sachen Fort- und Wei- terbildung sowie der Beratung von Praxen. Anzustreben ist eine Abstimmung von Fort- und Beratungs- aktivitäten von BLZK/eazf und KZVB zur Vermeidung von kon- kurrierenden Angeboten. Vielmehr sind Synergien hinsichtlich der Beratungsdienstleistungen der Bayerischen Landeszahn- ärztekammer (BLZK) und der eazf GmbH zu nutzen, beispiels- weise auch in den Bereichen Berufsbegleitende Beratung, Praxisführung, Abrechnung und Liquidation, Fortbildung, Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung und Arbeitsschutz. Die in der Vergangenheit bewährte Form eines gemeinsamen Niederlassungsseminars soll wieder aufgenommen werden. Strukturierte Fortbildungsangebote von Kammer und KZVB sollen für Vorbereitungsassistenten entwickelt werden. Hierzu werden zwischen KZVB und eazf langfristige Koope- rationsmöglichkeiten geprüft, die neben der inhaltlichen Abstimmung von Fortbildungs- und Beratungsangeboten auch die Nutzung und Koordination der für Fortbildung bzw. Beratung bereitgestellten Infrastruktur beinhalten. Künftig werden alle Fort- und Weiterbildungsaktivitäten der zahn- ärztlichen Körperschaften BLZK und KZVB koordiniert und in Zusammenarbeit mit der eazf organisiert. Im Sinne einer effektiven Zusammenarbeit mit der BLZK soll geprüft werden, ob Referate von KZVB und Kammer per- sonenidentisch besetzt werden können; in Betracht kom- men hierfür insbesondere das Gutachterreferat, die Referate Fortbildung, Berufspolitische Bildung, Berufsbegleitende Beratung/Angestellte Zahnärzte und Assistenzzahnärzte, das Referat Qualitätsmanagement wie auch das Referat Honorierungssysteme/Honorarwesen. Die Bayerische Landeszahnärztekammer bietet der KZVB eine themenbezogene Abstimmung in der Presse- und Öffent- lichkeitsarbeit an; angestrebt wird eine körperschaftsüber- greifende Koordination der PR-Arbeit. Die großen zahnärztlichen Körperschaften verstehen sich als Motor verbandspolitischer Aktivitäten zur Förderung von Freiberuflichkeit und Selbstverwaltung. Wie bisher werden sich BLZK und KZVB daher im Verband Freier Berufe in Bayern (VFB) und in der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) engagieren. Hinsichtlich der sozialen Initiativen soll geprüft werden, auf welche Weise sich die zahnärztlichen Körperschaften hier künftig gemeinsam positionieren. In diesem Sinne unterstützt die Vollversammlung den Kurs der Präsidenten der BLZK und künftigen Vorsitzenden der KZVB. Abstimmungsergebnis: Bei sechs Gegenstimmen und zehn Enthaltungen angenommen Entlastung des Vorstands Dr.Martin Schubert beantragt die Entlastung des Vorstands für 2015 gemäß §12 e) der Satzung der Bayerischen Landes- zahnärztekammer unter Hinweis auf den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk im Prüfbericht. Abstimmungsergebnis: Einstimmig bei Enthaltung seitens des Vorstands angenommen Resolution zum Referentenentwurf des Bundesministe- riums für Gesundheit „Verordnung zur Neuregelung der zahnärztlichen Ausbildung – Approbationsordnung für Zahnärzte“ (RefE der ZÄPrO-NEU vom 20.10.2016) Antragsteller: Vorstand der Bayerischen Landeszahnärztekammer Wortlaut und Begründung: Die Vollversammlung der Bayerischen Landeszahnärztekam- mer begrüßt die im RefE der ZÄPrO-NEU vorgenommenen, übergeordneten Reformelemente, namentlich: · die Neugewichtung der Ausbildungsinhalte durch eine fachliche Weiterentwicklung des Curriculums des Zahn- medizinstudiums in Richtung Prävention, Therapie und Alterszahnheilkunde einschließlich der Entwicklung neuer Behandlungsformen; · die stärkere Anbindung des Zahnmedizinstudiums an das Medizinstudium; · die verstärkt praktisch-präventive Ausbildung bereits im vorklinischen Studienabschnitt; · die Förderung der Qualität der praktischen Ausbildung durch die Anpassung der Betreuungsrelation beim Unter- richt am Patienten, analog der Regelungen in der Approba- tionsordnung für Ärzte; · die Aufnahme einer Famulaturzeit; · die Bestätigung des Lehrinhaltes Strahlenschutz in der zahn- ärztlichen Ausbildung, sodass mit dem Studienabschluss die entsprechende Fachkunde erworben wird; · die Stärkung der wissenschaftlichen Kompetenz sowie · die rechtliche Absicherung der Gleichwertigkeitsprüfung. | BZB Januar/Februar 17 | Amtliche Mitteilungen 86

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